BASICS | Streichen und Beizen

Endlich ist es soweit. Es geht an Streichen und Neugestalten deines Projektes.

 

Das Streichen und Beizen mit Kreidefarbe ist wirklich einfach und gelingt auch Anfängern.
Kreidefarbe wird auch gerne “Chalkpaint” oder “Mineralfarbe” genannt und wird aus nätürlichen Pigmenten, Wasser und Kreide hergestellt.

 

Also völlig unbedenklich. Sie hat eine hohe Deckkraft und die Oberfläche wird samtig, pudrig und vor allem matt. Sie hat auch eine sehr hohe Deckkraft, ist eher dickflüssig, lässt sich aber dennoch sehr einfach streichen. Kreidefarbe eignet sich aber auch für ganz individuelle Streichtechniken, mit denen man tolle Strukturen auf der Oberfläche erzeugen kann.

Mein TIPP:
Nimm ein altes Holzbrett und probiere ein bisschen herum, damit du ein Gefühl für den Pinsel/Rolle, die Farbe und das Ergebnis bekommst. Statt Streichen kannst du auch mal Tupfen oder mit einem Rakel die Farbe auftragen.

VARIANTE 1 - Du willst, dass man die Holzmaserung noch sehen kann

Das geht natürlich nur wenn der Farbanstrich nicht deckend ist. Du kannst hierfür direkt eine Holzbeize verwenden, aber auch mit der Kreidefarbe eine Beize herstellen.

 

… mit Holzbeize

Diese gibt es in verschiedenen Holztönen. So kannst Du aus einer Fichte auch eine Eiche werden lassen. Du färbst das Holz also ein.

 

Test die Holzbeize vorher unbedingt an einer nicht sichtbaren Ecke oder auf einem Probe-Brett. Lass es richtig trocknen und beurteile erst dann das Ergebnis.

 

Sollte der Farbton zu intensiv sein, dann kannst du die Holzbeize auch noch mit etwas Wasser verdünnen. Verwende zum Auftragen einen Pinsel oder Lappen. Lass die Beize kurz einwirken und nehme dann Überschuss mit einem Pinsel in Richtung der Holzmaserung wieder ab.

 

Auch sollte hier für die Holzoberfläche schön fein geschliffen sein.

… mit Kreidefarbe

Eine Beize aus Kreidefarbe kann in jedem beliebigen Farbton hergestellt werden. Also auch in Weiß, Grün, Rot, Grau …… was dir eben gefällt.

 

Dafür gibst du etwas Kreidefarbe in einen Behälter und verdünnst sie mit etwas Wasser. Du solltest dir unbedingt dein Mischverhältnis notieren. Zum Beispiel 1 TL Farbe und 1 TL Wasser, wäre dann 1:1.

 

Mache hiermit erstmal einen Testversuch und lass diesen trocknen. Danach kannst du entscheiden ob es etwas mehr Farbe oder Wasser sein darf. Auch hier kann man durch wiederholtes Auftragen die Farbe kräftiger werden lassen.

 

Nehme hierfür einen Pinsel und trage dein Beize aus Kreidefarbe in Richtung der Holzmaserung auf – warte ein bis zwei Minuten und nimm mit einem Fusselfreien Tuch den Überschuss in Richtung der Holzmaserung wieder ab.

VARIANTE 2 - Du willst einen deckenden Farbanstrich

Hier nimmst Du nun deinen gewählten Farbton und legst mit dem Streichen los. Ob du nun oben oder unten beginnst oder zuerst die Schubladen streichst – ganz egal. Hab’ einfach nur Spaß dabei.

 

Du wirst feststellen, dass die erste Farbschicht bei Kreidefarbe meist sehr erschrecken aussieht – sehr ungleichmäßig und fleckig. Das ist normal und kein Grund zur Panik.

Lass die erste Schicht gut trocknen – ich warte immer mindesten 2 Stunden bevor ich die nächste Schicht auftrage.

 

Bei dunkleren Farben wirst du nach der zweiten Schicht schon fertig sein. Bei sehr hellen Farben kann es sein, dass du drei Schichten streichen musst – außer du hast vorher einen weißen Sperrgrund verwendet.

 

….du möchtest ein sehr glattes Endergebnis – am besten ohne Pinselstriche?

Ganz ohne Pinselstriche geht es natürlich am besten mit der Schaumstoffrolle. Die nehme ich sehr gerne bei furnierten Möbel und wenn ich ein Ergebnis “wie lackiert” haben will.

 

Wenn man mit dem Pinsel streicht wird man immer Pinselstriche sehen. Je nachdem welchen Look man erzielen will, kann man diese aber auch sehr stark minimieren, so dass man ein sehr glattes und feines Ergebnis erhält, indem man bei der letzten Farbschicht die Farbe mit Wasser vermischt.

 

Das Wasser kann mit einem feinem Wassernebel aufsprühen und direkt mit dem Pinsel verarbeiten. Am Ende, also wenn alles gut getrocknet ist, kann man noch mit einem sehr feinen Schleifpapier Körnung 300 oder höher ganz leicht über die Oberfläche schleifen.

Der Pinsel - die Qual der Wahl

Hier gibt es viele Varianten von flach, rund, oval, dick, dünn, Naturborsten oder Acrylborsten …… gerade oder schräg …….


Ich habe viele verschiedene Pinsel und finde jeden gut – je nach Projekt benutze ich sogar 3 bis 4 verschiedene Pinsel und ich liebe jeden meiner Pinsel.

 

Wichtig ist, dass du deinen Pinsel magst und dass er eine gut Qualität hat. Beim Streichen macht das den kleinen feinen Unterschied.

 

Er verliert fast keine Haare und nimmt sehr gut Farbe auf, damit du nicht nach jedem Pinselstrich wieder neue Farbe aufnehmen musst.

Tipps zur Pflege

Während der Trocknungszeit von Farbschichten, gebe ich den Pinsel in einen luftdichten Plastikbeutel. So trocknet er nicht aus und ich verschwende auch nicht unnötig Farbe bzw. Wasser.

 

Wenn ich nicht gleich zum Reinigen komme, da ich noch andere Streicharbeiten zu erledigen habe, stelle ich meinen Pinsel in ausreichend Wasser, damit er nicht eintrocknet.

 

Sollte es mir doch mal passieren, dass ein Pinsel eingetrocknet ist, dann mache ich eine Mischung aus Wasser und Spülung (Haarspülung oder einen sehr guten Weichspüler) und lass den Pinsel mindestens 24 Stunden darin stehen.

 

Zum Reinigen meiner Pinsel nehme ich am liebsten Wasser und Aktiv-Kohle-Seife. Zum Trocknen stelle ich sie mit dem Kopf nach oben in einen Behälter. Man kann die Pinsel zum Trocknen aber auch aufhängen.

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